Sparring

Im Unterschied zur klassischen Beratung, einem Coaching oder einer Supervision ist beim Sparring kein bestimmtes Setting vorgegeben. Ausgangspunkt ist das Vorhandensein der fachlichen und methodischen Kompetenz des Kunden, um eine bestimmte Problemstellung einer Lösung zuführen zu können. Sparring-Sessions finden punktuell statt und beinhalten primär die umfassende Reflexion von Arbeitsergebnissen, Entscheidungen und Vorgehensweisen in einem geschützten Rahmen. Die Zielsetzungen werden je nach Ausgangslage und Bedürfnissen vorgängig definiert. Angestrebt wird jedoch stets der Zugewinn an Vertrauen und Sicherheit in die eigenen Fähigkeiten und Entscheidungen sowie die Öffnung für Alternativen und Optionen, die sich für die konkrete Fragestellung ebenfalls anbieten.

Das Sparring-Angebot richtet sich an Einzelpersonen, Teams oder Organisationseinheiten bei neuartigen, komplexen Situationen im beruflichen Alltag. Der Sparring-Partner spiegelt aus unterschiedlichen Perspektiven seine Beobachtungen, simuliert mögliche Reaktionen, öffnet den Raum für mögliche Konsequenzen und Szenarien und die Entwicklung des professionellen Handelns des Kunden.

Typische Sparring-Situationen

Entscheidungen

Immer häufiger müssen Entscheidungen unter Zeitdruck und unter Berücksichtigung zahlreicher, sich gegenseitig beeinflussender Faktoren getroffen werden. Zwar ist eine – wie auch immer getroffene Entscheidung – immer noch besser, als keine. Zweifellos noch besser sind jedoch Entscheidungen, die auf eine verlässliche Basis gestützt, wohlüberlegt und mit einer ganzheitlichen Sichtweise abgewogen getroffen werden. Dies führt zur notwendigen Identifikation, ermöglicht die Nachvollziehbarkeit und steigert die Überzeugungskraft gegenüber den, von der Entscheidung Betroffenen.

Argumentation und Verhandlung

Verhandlungen sind prägender Bestandteil des beruflichen Alltags – sei es mit Kunden, Lieferanten, Partnern oder im internen Wettstreit um Ressourcen. Zugegebenermassen gewinnt nicht immer das beste Argument, da stets auch Machtverhältnisse eine Rolle spielen. Wer aber keine oder schlechte Argumente vorbringt und schlecht vorbereitet in eine Verhandlung geht, hat mit grosser Wahrscheinlichkeit bereits verloren. Eine gute Argumentation besteht nicht allein aus der Summe der eigenen Argumente, sondern antizipiert die möglichen Gegenargumente, berücksichtigt die Position des Verhandlungspartners und enthält je nach Inhalt und Situation Alternativen und Szenarien. Das Sparring ist ein ideales Gefäss, um die eigene Argumentation auf den Prüfstand zu stellen, zu optimieren und damit Sicherheit und Überzeugungskraft zu gewinnen.

Position, Haltung und Rolle

Es ist hinlänglich bekannt, dass die nonverbale Kommunikation entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis von Meetings, Präsentationen, Verhandlungen oder ähnliche Situationen hat. In solchen Fällen kann ein bewusstes Rollenverständnis mit dem damit verbundenen Auftreten und Verhalten einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg haben. Sparrings in diesem Themenbereich spiegeln die Wirkung auf Gesprächspartner und erlauben die bewusste Reflexion der eigenen Einstellung und den eigenen Wertvorstellungen. Dies ist die Basis für den bewussteren Umgang mit schwierigen Situationen und die Erweiterung der Klaviatur für deren erfolgreiche Bewältigung.

Lösungsfindung

Bei der Lösungsentwicklung in Projekten ist es oft nicht leicht, punktuell wieder die notwendige Distanz einzunehmen und so die erarbeiteten Ergebnisse kritisch zu hinterfragen. Zeitdruck und beschränkte Ressourcen erschweren diese wichtigen Haltepunkte zusätzlich. Auch die inhaltliche Qualität von Lösungsvarianten muss hinsichtlich der definierten Zielesetzungen und beteiligten Stakeholder geprüft werden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass vermeintlich geniale Lösungen nicht die erwünschte Wirkung zeigen werden oder gar auf Ablehnung stossen. Durch eine Sparring-Session lassen sich Lösungsvarianten kritisch hinterfragen und auf mögliche Hindernisse prüfen.

Prozesse

Während in Projekten das gewählte Vorgehen entscheidend für deren Erfolg ist, hat die Gestaltung von Prozessen der Leistungserstellung direkte Auswirkung auf die Wirtschaftlichkeit. In beiden Fällen kann es sich daher lohnen, Prozesse einer kritischen Prüfung zu unterziehen, zumal diese gegenüber Auftraggeber und Betroffenen vorgestellt und vertreten werden müssen. Wesentliche Elemente sind die Prozesslogik, die Ablaufgestaltung, zeitliche Aspekte, Informations- und Materialflüsse sowie auch die Möglichkeiten des Monitorings. Das Sparring ermöglicht die Auseinandersetzung mit Prozessen durch den Einbezug einer Aussenperspektive und dadurch die Absicherung und Optimierung der erarbeiteten Lösungen.
Mit der Erfahrung aus zahlreichen Projekten mit vielfältigen fachlichen Fragestellungen bin ich für meine Kunden ein kritischer, konsequent ehrlicher und wertschätzender Sparring-Partner – mit der vielleicht nicht immer angenehmen, für das Erreichen der Zeile jedoch erforderlichen Hartnäckigkeit und dem Blick auf die grösstmögliche Handlungskompetenz des Kunden.
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